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Neurologische Ebenen

Neurologische Ebenen sind Bestandteile eines Modells aus dem NLP. Sie wurden von Robert Dilts Mitte der 80er Jahre des vorigen Jahrhunderts entwickelt. Neurologische Ebenen bauen in Form einer Pyramide aufeinander auf, weshalb das Modell auch bekannt ist als Dilts-Pyramide. Die Grundlagen für die logischen Ebenen hat Dilts dem Modell des Lernens von Georg Bateson entnommen.

Neurologische Ebenen werden im NLP häufig dazu verwendet Veränderung anzustoßen. Neurologische Ebenen dienen der Analyse für Veränderung und Entwicklung und dafür wo diese anzusetzen sind. Die Maßnahmen für die Veränderung werden aufgrund der Aussagen, die Personen machen gewählt.

Lernen

Lernen vollzieht sich in der Pyramide immer von unten nach oben. Die Umwelt /Umgebung bestimmt unser Verhalten. Unsere Fähigkeiten und Ressourcen entwickeln wir durch unser Verhalten. Die Überzeugung (Glaubenssätze) und Werte leiten sich direkt aus dem ab, wie wir die Welt wahrnehmen, was wir für richtig (Glaubenssätze) und für wichtig (Werte) halten. Und all das was wir tun, können, glauben und was uns wichtig ist, macht unsere Identität aus.

Beeinflussen

Das Modell geht weiterhin davon aus, dass die oberen Ebenen die unteren Ebenen direkt beeinflussen. Unsere Identität und die daraus entstandene Vision und Mission beeinflusst unsere Werte und Überzeugungen von der Welt. Unsere Überzeugen wiederum beeinflussen unsere Fähigkeiten. Wenn wir von etwas überzeugt sind, im negativen wie im positiven Sinne, dann hat das einen Einfluss auf unsere Ressourcen (Energie), Fähigkeiten und unser Tun. Und das was wir tun hat wiederum einen direkten Einfluss auf unsere Umwelt und Umgebung.

Nachfolgend werden sechs neurologische Ebenen der Reihenfolge nach von unten (Pyramidenbasis) nach oben (Pyramidenspitze) beschrieben. Das ist ein möglicher Weg der Veränderung. Auch möglich ist eine Veränderung von der Spitze zur Basis.

neurologische Ebenen nach Robert Dilts

neurologische Ebenen nach Robert Dilts

Die erste Ebene der Pyramdie für neurologische Ebenen heißt Umwelt.

Hier sind Aussagen anzusiedeln die Ort, Zeit, andere Menschen und die Beziehung zu anderen Menschen beschreiben. Darum kann Umwelt mit Fragen zu wo, wann, wer und mit wem in Erfahrung gebracht werden. Alle kontextuellen Bedingungen die mit den Sinnen erfahrbar sind, werden der ersten Ebene Umwelt zugeordnet.

Die zweite Ebene beschreibt Verhalten und wird auch so genannt.

Alles, was an einem Menschen äußerlich beobachtbar ist, seine Kleidung, sein Aussehen, seine Stimme, sein Gesichtsausdruck, sein Gang – kurz sein gesamter Ausdruck und was wir sinnenlich erfassen wird der Ebene Verhalten zugeordnet.

Die nächste und dritte Ebene heißt Fähigkeiten und Ressourcen.

Fähigkeiten sind erlernt und werden so zu Ressourcen auf die wir zurück greifen können.

Auch Strategien die wir haben um unsere Ziele zu erreichen sind Fähigkeiten. Genauso gehören Gewohnheiten in diese Ebene. Gelerntes ist meistens etwas, das mal ungewohnt war und anfangs noch bewusst gesteuert werden musste. Fähigkeiten sind also das, was wir uns angewöhnt haben. Mit der Frage Wie? erfahren wir etwas über die Fähigkeiten und Ressourcen einer Person.

Glaubenssätze, Denkstrukturen und Werte – so heißt die vierte Stufe in der Pyramide für neurologische Ebenen. Sehr viele Modelle im NLP beschäftigen sich mit dieser äußerst wichtigen Ebene. Doch was sind Glaubenssätze? Das sind Aussagen zu Dingen, die wir für wahr halten, aber uns meist nicht trauen zu überprüfen. Glaubenssätze und Denkstrukturen können positiv oder negativ sein. Die positiven bringen uns weiter, während die negativen bewusst gemacht werden sollten – denn auch sie beinflussen ständig unser Handeln.

Werte sind verwandt mit Glaubenssätzen. Sie sind unsere Motivatoren. Zum Beispiel Liebe, Glück, Freiheit. Werte können im Konflikt zueinander stehen. Man muss sich dann für einen von ihnen entscheiden.

Auf der fünften Ebene sind Rollen und Identität angesiedelt.

Wer bin ich? Wie sehe ich mich selbst? Der aus der Psychologie stammende Begriff für diese Ebene lautet Selbstbild oder auch Selbstkonzept. Hier sind Aussagen verortet, die beschreiben was unsere Identität für uns selbst ausmacht. Beispielsweise das Geschlecht (ich bin eine Frau), die Körpergröße (ich bin groß) und unsere Rolle in der Familie (ich bin verheiratet).

Auf der letzten Stufe der Pyramide für neurologische Ebenen finden wir Zugehörigkeit.

Jeder Mensch sieht sich als zu einer Community zugehörig. Sei es der eigene Beruf, die Religion oder Lebensphilosophie, der Sportclub oder Musikverein. Wichtig zu erkennen ist, dass diese Ebene dem Menschen Sinn für sein Dasein gibt.


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