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Spielsucht – Ursachen und Auswirkungen auf die Persönlichkeit

 

Ein natürlicher Spieltrieb ist den Menschen angeboren und dient dem (spielerischen) Erlernen von Kenntnissen und Fähigkeiten. Das Spielen gehört also zu den ganz normalen Verhaltensweisen. Anders sieht es aus, wenn der Drang zum Spielen überhandnimmt oder sogar zur Sucht wird. Eine ausgeprägte Spielsucht kann zu einer starken Persönlichkeitsveränderung führen.

 

Die Frage warum jemand spielsüchtig wird, lässt sich jedoch nicht so leicht beantworten. Der Persönlichkeit des Spielers, zum Beispiel bei Vorhandensein einer mangelnden Impulskontrolle oder einer gefühlsmäßigen Instabilität, ist mit ursächlich dafür, dass sich ein problematisches Spielverhalten entwickeln kann. Es gibt jedoch nicht die eine „Spielerpersönlichkeit“. Vielmehr sind es bestimmte Risikofaktoren in Kombination, die eine Spielsucht auslösen können. Dazu gehören neben der Persönlichkeit auch das Umfeld des Spielers und die Art des Spiels.

 

Wenn das Spielen im Familien-, Freundes- oder Bekanntenkreis eine wichtige Rolle einnimmt, ist es sehr wahrscheinlich, dass eine Person selbst mitspielt und wenn Glückspiele, wie Roulette oder Automatenspiele in Online Casinos in schneller Folge ablaufen, besteht die Gefahr, dass der Überblick über bereits erlittene Verluste verlorengeht.

 

Auch das Spielen kann die Persönlichkeit eines Spielers beeinträchtigen. Die Auswirkungen sind jedoch sehr unterschiedlich. Es gibt spielsüchtige Menschen, die durch ihr Spielen und vor allem durch das Verlieren gefühlsmäßig instabil werden. Eine besondere Impulsivität oder Desorientiertheit kann eine Folge sein. Bei manchen Spielern kommt es auch zu einer gleichzeitigen Alkohol- oder Drogensucht.

 

Am Anfang treibt die Spieler zunächst die Hoffnung auf einen Gewinn. Wenn tatsächlich etwas gewonnen wird, kann dies zu einem übersteigerten Selbstwertgefühl führen. Oft kommt es auch zu völlig übersteigerten Optimismus hinsichtlich kommender Gewinne und zu Gewinnfantasien. Mit der Zeit wird das Spielen immer mehr zum Selbstzweck. Es wirkt einerseits erregend und führt zu euphorischen Zuständen, sodass somit auch negative Emotionen reguliert werden können, wobei es kaum noch wesentlich ist, ob der Spieler gewinnt oder verliert. In diesem Stadium ist bereits eine kritische Gewöhnungsphase erreicht. Andererseits, wenn es zu ersten höheren Verlusten kommt, die bereits die finanzielle Stabilität bedrohen, kann es zu Niedergeschlagenheit, Aggressionen oder Alkoholproblemen kommen. Oft werden dann bereits Familienmitglieder oder Freunde in Mitleidenschaft gezogen. Der einzige Ausweg, den Spieler in dieser Phase oft noch sehen, liegt darin, weiter zu spielen, stets in der Hoffnung doch noch einen großen Gewinn zu erzielen.

 

Das Spiel beherrscht nun bereits das Denken und Verhalten eines Spielers und es kann von einer ausgeprägten Spielsucht gesprochen werden. Die Familie, Freunde und Kollegen rücken allmählich in den Hintergrund. Haushaltliche Verpflichtungen, die Arbeit oder die Ausbildung werden vernachlässigt. Der Spieler fängt zudem an, ein Gespinst aus Lügen aufzubauen, um das tatsächliche Ausmaß seiner Spielsucht zu verheimlichen. Oft geht es auch darum, sich von Freunden oder verwandten Geld zu leihen oder sogar zu stehlen, um weiter spielen zu können. In der Gefühlswelt können sich jetzt neben Schuldgefühlen und Hoffnungslosigkeit auch Angst und Panik breitmachen.

 

Seriöse Online Casinos tun allerdings sehr viel, um Spieler vom problematischen Spiel abzuhalten. Spieler können sich selbst ein Limit für Einsätze und Verluste setzen oder ihr Konto für eine bestimmte Zeit oder auch für immer sperren. Außerdem können sich Spieler jederzeit vertrauensvoll an den Support wenden, der über entsprechende Hilfsangebote informiert. Die meisten Casinos haben zudem ein vorgegebenes Limit bei den Einzahlungen, das zumindest helfen kann, die finanziellen Folgen einer Spielsucht zu verhindern. Allerdings bedarf es in jedem Fall auch eines gewissen Mindestmaßes an Selbstkontrolle und der Mitwirkung bei den Spielern. Wenn sich ein Spieler beispielsweise neu im Online-Casino anmeldet, kann zunächst niemand sehen, ob bereits ein problematisches Spielverhalten vorliegt.

 


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