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Ziele realisieren: Persönlichkeitsentwicklung im Sport

Selbstverständlich muss Ihr Training Sinn und Zweck haben. Es geht immerhin um eine Reise zu Ihrem Ziel, dem Fixpunkt in Ihrem Geist.

Angenommen, Sie wollen 1500 Meter in weniger als 4 Minuten laufen. Rennen Sie nun nicht jeden Tag 1500 Meter so schnell wie möglich, sondern teilen Sie sich die Gesamtstrecke in Etappen ein.

Laufen Sie in den ersten Tagen nur 250 Meter, damit Sie sich erst einmal an die nötige Geschwindigkeit gewöhnen. Bei einer Gesamtlänge von 1500 Metern und einer Zeit von insgesamt 4 Minuten stehen Ihnen 6 x 40 Sekunden zur Verfügung. Die ersten 250 Meter sollten Sie also in 40 Sekunden schaffen.

Sobald Sie dies erreicht haben, testen Sie, ob Sie das noch etwas unterbieten können – Sie wollen schließlich die Gesamtstrecke in unter 4 Minuten schaffen.  Laufen Sie alle Ihre Abschnitte möglichst in der vorgegebenen Zeit. Z.B. 250 Meter in 40 Sekunden, 500 Meter in 80 Sekunden, 750 Meter in 120 Sekunden etc.

deshalb: fangen Sie bei null an, um bei 100 zu enden

Erholen Sie sich maximal doppelt so lange, wie Sie für die Strecke benötigten und beginnen Sie von vorn. Irgendwann werden Sie die 1.200 Meter in 2 Minuten 58 Sekunden laufen können und die restlichen 300 Meter schaffen Sie dann auch noch – und zwar unter 4 Minuten, im Idealfalle erreichen Sie nach viel Training eine Zeit von 3 Minuten 40 Sekunden. Sportler, die wirklich viel Zeit investieren, bekommen das noch wesentlich schneller hin.

Um die Gesamtstrecke wirklich körperlich durchhalten zu können, sollten Sie die Zeit, die Sie für einen Abschnitt benötigen, immer wieder zu unterbieten versuchen. Sie können so qualitativ bessere Leistungen erbringen, können sich jedoch längere Erholungspausen gönnen.

Sobald Sie keine Probleme mehr damit haben, reduzieren Sie die Pausen wieder Schritt für Schritt. Sie werden schneller als Sie denken, die Wiederholungen mit der Hälfte der Zeit, die Sie ursprünglich für Ihre Erholung verwendet haben, schaffen.

Bedenken Sie, dass dies alles Wochen, Monate oder sogar Jahre dauern kann, bis Sie Ihr Ziel erreichen. Ihre sportliche Leistungsfähigkeit erhöht sich jedoch immer weiter, je näher Sie Ihrem Ziel rücken und ehe Sie es sich versehen, müssen Sie sich schon ein neues Ziel setzen. Diese Form des Trainings nennt man übrigens progressives (stufenweise fortschreitend) Training.

Tun Sie es trotzdem

Jeder Sportler lässt eine Entfernung viel zu viel Raum in seinen Gedanken einnehmen. Bleiben wir beim Laufsport. Ganz egal, welche Distanz Ihr Favorit ist, überwinden Sie die Abneigung gegen andere Distanzen. Läufer, die für gewöhnlich im 400-Meter-Lauf brillieren, haben eine große Abneigung gegen 800-Meter.Läufe. Ihnen erscheint diese Entfernung unvorstellbar groß.

Sie müssen diese Panik vor Distanzen überwinden! Nehmen wir unser Beispiel – das Ziel war, 1500 Meter in weniger als 4 Minuten zu laufen. Diese Entfernung scheint uns zu Beginn, wenn wir Etappenziele laufen, unheimlich lang zu sein. Das ändert sich jedoch, wenn es Ihnen gelingt, in Ihrem Training 3000 Meter zu laufen.

Wenn Sie jede Woche trainieren, dann geben Sie sich Zeit für die Etappenläufe, bei denen es um Schnelligkeit geht und auch für Läufe, die doppelt so lang sind wie der, den Sie in unter vier Minuten schaffen wollen. Vielleicht ist Ihr Weg zur Arbeit groß genug? Laufen Sie ihn (falls Sie dort eine

Waschmöglichkeit haben) und sparen Sie sich die Etappenläufe für Nachmittags auf. Starten Sie aber auch hier langsam. Wenn Sie Ihre Etappenziele trainieren, dann tun Sie es anfangs bewusst einige Sekunden länger als nötig. Laufen Sie die 250 Meter zum Beispiel in 50 Sekunden, statt in 40 Sekunden.

Sie werden eine deutliche Besserung spüren und sobald Sie merklich schneller werden, gibt Ihnen das enormen Auftrieb. Die meisten Läufer machen den Fehler, einer bestimmten Distanz treu zu bleiben. Sie laufen weder längere noch kürzere Strecken. Ihre Leistungsfähigkeit verbessert sich jedoch drastisch, wenn Sie sowohl kürzere als auch längere Strecken mit eintrainieren.

Die von Ihnen bevorzugte Länge wird von Ihnen dann ganz anders wahrgenommen und das gibt Ihnen die Möglichkeit, diese viel schneller zurückzulegen, als Sie es jemals gekonnt haben. Im Grunde ist es wie mit einer Diät – irgendwann stagniert die Gewichtsabnahme. Genauso ist es beim Sport (und in vielen anderen Bereichen des Lebens).

Wenn Sie stets nur eine Distanz laufen, wird Ihre Leistung irgendwann eingependelt sein – Sie können sich nicht mehr verbessern. Das gelingt nur, wenn Sie Ihr sportliches Blickfeld erweitern! Halten Sie sich an die Devise: Alles, was Ihnen nicht gefällt, machen Sie es öfter!

Das gilt übrigens auch für alle anderen Bereiche in Ihrem Leben. Was Sie in Ihrem Beruf nicht mögen, sollten Sie gleich zu Beginn des Tages machen. So haben Sie es hinter sich und können den Rest des Tages mit angenehmen aufgaben verbringen. Sollte Ihnen so gar nichts Spaß im Berufsleben machen, sollten Sie ohnehin einen Wechsel ins Auge fassen. Und auch im Privatleben gilt: Immer zuerst die unangenehmen Aufgaben erledigen.

Alle Artikel zum Thema: besser werden im Sport:

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